Stirnlift/Facelift

HNO-Klinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Heinrich Iro

Allgemeines

Der natürliche Alterungsprozeß führt auch im Gesicht und am Hals zum Verlust der jugendlichen Hautspannung. Neben der Haut selbst erschlaffen das Muskel- und Bindegewebe. Dies kann im Stirnbereich zu querverlaufenden, zwischen den Augenbrauen zu tiefen „Sorgenfalten“ führen. Die Augenbrauen treten tiefer. Das Unterhautfettgewebe im Wangen- und Halsbereich sinkt nach unten. Dadurch entstehen einerseits ein Hautüberschuss, andererseits kosmetisch unschöne Falten. Zur Korrektur der Stirn- und Sorgenfalten mit gleichzeitiger Anhebung der Augenbrauen wird das sog. endoskopische Stirnlift angewendet. Die Falten des übrigen Gesichtsbereichs und des Halses werden mit dem klassischen „Face Lift“ behandelt. Abhängig davon, welche Regionen stärker betroffen sind bzw. welche Korrektur vom Patienten gewünscht wird, lassen sich beide Techniken getrennt von einander einsetzen. Selbstverständlich ist aber auch eine Kombination beider Verfahren in einem operativen Eingriff möglich.

Operationstechnik

a) Endoskopisches Stirnlift

Das endoskopische Stirnlift dient, wie oben bereits beschrieben, zur Korrektur der Stirn- und Sorgenfalten sowie der Anhebung der Augenbrauen. Dazu werden zunächst 3 bis 5 kleine Schnitte in der behaarten Kopfhaut angelegt. Eine vorherige Rasur dieser Haare ist nicht erforderlich. Über diese ca. 2 cm langen Schnitte werden die notwendigen Instrumente eingeführt. Die Haut und die Muskulatur der Stirn und Augenbrauenbereich werden dann angehoben und gestrafft. Die Anteile der Gesichtsmuskulatur, die die Sorgenfalten zwischen den Augenbrauen verursachen, werden geschwächt. Alle Maßnahmen erfolgen unter endoskopischer Kontrolle, so dass keine Nerven oder Blutgefäße verletzt werden. Eingelegte Drainagen saugen die vom Körper gebildete Wundflüssigkeit ab. Am Ende der Operation erfolgt der Verschluss der Hautschnitte, die dann im behaarten Kopf nicht mehr sichtbar sind.

b) Face Lift

Das klassische Face Lift korrigiert die Falten im übrigen Gesichts- und Halsbereich. Der hierzu notwendige Hautschnitt beginnt im behaarten Schläfenbereich, wird um das Ohr herumgeführt und endet im Haaransatz des seitlichen Halses. Auch hier ist keine vorherige Rasur erforderlich (siehe auch Abbildung 1). Im zweiten Schritt wird dann die Gesichts- und Halshaut präpariert. In den meisten Fällen erfolgt anschließend die Präparation der darunter liegenden Muskel- und Bindegewebsschicht, das sog. SMAS (Superfizielles Muskulo-Aponeurotisches System). Beide Gewebeschichten werden dann gestrafft und vernäht. Auch hier dienen eingelegte Drainagen dem Abtransport des Wundsekrets.

Narkose

Da die Operationen 3 bis 5 Stunden dauern können, empfehlen wir die Durchführung in Vollnarkose.

Risiken

Schwellungen und kleinere Blutergüsse nach der Operation sind normal und bilden sich wieder zurück. Bei größeren Blutergüssen kann eine Entlastung durch eine umschriebene Wiedereröffnung der Hautnaht notwendig sein. Gelegentlich treten vorübergehende Beeinträchtigungen des Berührungsempfindens im Stirn- oder Ohrbereich auf. Bleibende Gefühlsstörungen sind jedoch selten. Wird eine starke Straffung der Haut und des SMAS vorgenommen, kann es in einzelnen Fällen zu umschriebenem Haarausfall im Schläfenbereich kommen. Dies normalisiert sich aber in der Regel wieder innerhalb der ersten Monate. Die im Haaransatz verlaufenden Narben sind nach der Operation nicht sichtbar. Auch die Narben vor dem Ohr sind sehr fein und ebenfalls fast nicht erkennbar. Wenn jedoch Wundheilungsstörungen oder Infektionen auftreten, können diese Narben etwas stärker zu Tage treten und breiter erscheinen. Verletzungen des Gesichtsnerven mit Schwächen der Gewichtsmuskulatur sind sehr selten und erholen sich in den meisten Fällen nach einigen Monaten wieder vollständig. Bleibende Schäden sind extrem selten.

Nachbehandlung

Die eingelegten Wunddrainagen können nach 1-2 Tagen entfernt werden. Die Entfernung der Hautfäden erfolgt nach 10-14 Tagen. Um eine optimale Heilung und eine möglichst geringe Schwellung zu ermöglichen, sollten sich die Patienten ca. 1 Woche Ruhe gönnen. Eine sanfte Kühlung der Wundgebiete und das Schlafen mit erhöhtem Oberkörper sind zu empfehlen. Vermeiden Sie starke Bewegungen der Gesichtsmuskulatur in den ersten Tagen nach der Operation. Um Hautreizungen möglichst gering zu halten, sollten nur milde Seifen und Haarshampoos verwendet werden. Vermeiden Sie Cremes oder sonstige Gesichtspflegemittel für ca. 2-3 Wochen. Körperliche Anstrengungen wirken sich in den ersten Wochen ungünstig aus. Nach Möglichkeit sollten Sie erst nach ca. 2-3 Wochen wieder zur Arbeit gehen. Sportliche Betätigungen sind nach 8 Wochen wieder möglich.

 
 
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Zusammenfassung