Therapie - Operation

HNO-Klinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Heinrich Iro

Therapie - Operation

Sollte die Entscheidung zu einer operativen Entfernung des Tumors fallen, so kommen grundsätzlich drei operative Zugangswege infrage, von denen wir als HNO Ärzte dem betroffenen Patienten den transtemporalen Zugang (Zugang über die seitliche Schädelkalotte) oder den translabyrinthären Zugang (Zugang durch das Felsenbein unter Entfernung des Gleichgewichtsorganes) anbieten können. Die operativen Eingriffe über die genannten Zugangswege erfolgen bei Tumorlokalisation im Bereich des inneren Gehörgangs. Tumoren im Bereich des Kleinhirnbrückenwinkels in Beziehung zu dem Hirnstamm und Kleinhirn werden von der Klinik für Neurochirurgie in Erlangen behandelt. In enger Kooperation können von Hals-Nasen-Ohren-ärztlicher Seite in einer gemeinsamen Operation Tumoranteile aus dem inneren Gehörgang entfernt werden.

Die Eingriffe erfolgen unter kontinuierlicher Kontrolle der Gesichtsnervenfunktion und des Hörnerven, um unmittelbar eintretende Nervenschädigungen im Rahmen der Operation zu erkennen und derartige Schädigungen möglichst zu vermeiden. Das translabyrinthäre Vorgehen durch den Felsenbeinknochen mit Erreichen des inneren Gehörganges nach Entfernung des Gleichgewichtsorganes besitzt für den Patienten den Vorzug einer häufig sehr guten Schonungsmöglichkeit des Gesichtsnerven. Durch die Entfernung des Gleichgewichtsorganes tritt aber eine Ertaubung auf der betroffenen Seite ein, so dass dieses Vorgehen bei betroffenen Menschen mit eingetretenem starkem Hörverlust bzw. Ertaubung gewählt wird. Das transtemporale Vorgehen besitzt im Gegensatz hierzu den Vorzug eines möglichen Hörerhaltes. Die Möglichkeit des Hörerhaltes ist abhängig von der Tumorlage, der Tumorgröße und den Verbindungen zwischen dem Tumor und dem Hörnerven.

 
 
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Zusammenfassung