Nasenkorrekturen

HNO-Klinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Heinrich Iro

Allgemeine Informationen

Formveränderungen der Nase können viele Ursachen haben. Am häufigsten entstehen diese nach Verletzungen des knöchernen Nasengerüsts, z.B. nach Unfällen oder Stürzen. In der Folge können sich dann Schiefnasen, Höckernasen, Sattelnasen oder kombinierte Fehlstellungen ausbilden. Häufig ist zusätzlich zur äußeren Nase auch die Nasenscheidewand mitbetroffen. Viele Patienten leiden daher neben einer kosmetisch unschönen Nasenform auch an einer behinderten Nasenatmung. Das Ziel einer plastischen Nasenkorrektur ist einerseits die Wiederherstellung einer ästhetisch schönen äußeren Nase zur Verbesserung des Aussehens passend zur Harmonie des gesamten Gesichtes. Andererseits ist für das Wohlbefinden der Patienten auch die Funktion der Nase mit guter Nasenatmung von großer Bedeutung. Mit unserer Erfahrung aus mehr als 200 Nasenkorrekturen pro Jahr beraten wir Sie gerne über Ihre individuellen Wünsche.

Operationstechnik

Man unterscheidet eine geschlossene und eine offene Technik bei der plastischen Nasenkorrektur (Septorhinoplastik). Bei der geschlossene Technik werden alle operativen Schritte von innen, das heißt ohne Schnitte von außen, durchgeführt. In manchen Fällen ist es jedoch erforderlich, über einen kleinen Schnitt am Nasensteg den Nasenrücken freizulegen. Bei schwierigen Nasenkorrekturen und Zweitoperationen erhält man so einen besseren Überblick über die knorpeligen bzw. knöchernen Strukturen der Nasenspitze und des Nasenrückens. Der Schnitt verheilt in der Regel ohne sichtbare Narbe. Mit beiden Techniken lassen sich Nasenhöcker abtragen, die Nasenspitze anheben und sowie die Nase insgesamt verschmälern. Um das knöcherne Nasengerüst korrigieren zu können, sind sog. Osteotomien, das heißt Bemeißelungen des Knochens, notwendig. Mit feinen Instrumenten lassen sich kleinere Unregelmäßigkeiten beseitigen. Im gleichen operativen Eingriff erfolgt auch die Korrektur der Nasenscheidewand, wenn hier Verbiegen vorliegen, die die Nasenatmung beeinträchtigen. Wenn durch Voroperationen, Entzündungen oder ausgeprägte Verletzungen der Nase Knorpelmaterial verlorengegangen ist, kann dieses durch Knorpel aus der Ohrmuschel oder aus der Rippe ersetzt werden. Am Ende der Operation wird eine Tamponade zur Blutstillung eingelegt und ein Nasenverband mit Nasenschiene angelegt. So wird die frisch operierte Nase geschützt. Diese Nasenschiene sollte ca. 2 Wochen getragen werden.

Narkose

Wir empfehlen die Durchführung einer plastischen Nasenoperation in Vollnarkose. Nur kleinere Korrekturen sollten in örtlicher Betäubung vorgenommen werden.

Risiken

Das gewünschte Ergebnis einer ästhetisch schönen äußeren Nase mit guter Nasenatmung lässt sich in den meisten Fällen erreichen. Das Berührungsempfinden der Haut kann in manchen Fällen für wenige Wochen vermindert sein. Auch Gefühlsstörungen an der Oberlippe und den Schneidezähnen bilden sich in der Regel vollständig zurück. Abhängig von der Hautbeschaffenheit sind selten kleinere Unregelmäßigleiten durch Narbenbildungen oder Verwachsungen tastbar. Diese lassen sich jedoch, falls gewünscht, nachkorrigieren. Schwerwiegende Komplikationen wie Verletzungen der Tränewege oder umliegender knöcherner Strukturen und eitrige Wundinfektionen sind sehr selten. Bei weitreichenden Korrekturen der Nasenscheidewand können in seltenen Fällen Schädigungen der Schleimhäute oder des Knorpels auftreten, die erneut zu Formveränderungen der Nase führen und Ursache für eine Nachoperation sein können.

Nachbehandlung

Unmittelbar nach der Operation ist mit Schwellungen, evtl. auch Blutergüssen im Augen- und Wangenbereich zu rechnen. Diese bilden sich jedoch schon nach wenigen Tagen vollständig zurück. Die Nasentamponade wird spätestens am zweiten Tag nach der Operation entfernt, so dass eine freie Atmung durch die Nase möglich ist. Wir führen während des Aufenthaltes täglich eine Nasenpflege mit Entfernung von Blutkrusten und Sekret durch. Der Patient selbst sollte für einige Tage abschwellende Nasentropfen und eine Nasenemulsion verwenden. Die Nasenschiene wird nach ca. 7 Tagen erstmalig abgenommen und neu angepasst. Diese sollte dann noch für eine weitere Woche getragen werden. Die beim offenen Zugang eingenähten Fäden am Nasensteg werden ebenfalls nach ca. 7 Tagen entfernt. Wenn die Nasenschiene nach insgesamt zwei Wochen dann komplett abgenommen wird, ist die Nase selbst in der Regel noch geschwollen. Diese Restschwellung bildet sich in folgenden Wochen zurück, bis das endgültige Ergebnis erreicht ist.

Was Sie nach einer Nasenkorrektur beachten sollten

Das Nasengerüst ist nach Abnahme der Nasenschiene noch nicht vollständig stabil. Auch das geringe Gewicht einer Brille kann das Ergebnis wieder verändern. Brillenträger sollten daher für ca. 3 Monate nach der Operation Kontaktlinsen tragen. Die Haut selbst reagiert in den ersten 3 Monaten sehr empfindlich auf intensive Sonneneinstrahlung. Um unerwünschte Rötungen der Haut zu vermeiden, sollte in dieser Zeit auf intensives Sonnenbaden oder Solariumbesuche verzichtet werden.

 
 
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Zusammenfassung