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HNO-Klinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Heinrich Iro
HNO-Klinik, Uni-Klinikum

Gut hören - in jedem Alter!

Eröffnung des Hörzentrums Nordbayern im Rahmen des 8. Erlanger Hörtags

Das Rauschen der Blätter im Herbst, das Knirschen des Schnees im Winter und das Summen der Bienen im Frühling: Wer schlecht hört, nimmt zum einen diese feinen Geräusche nicht mehr wahr und büßt Lebensqualität ein. Zum anderen fällt Betroffenen die Orientierung im Alltag immer schwerer und sie werden zunehmend gesellschaftlich isoliert. "Das muss nicht sein", finden die Experten des Universitätsklinikums Erlangen und bündeln nun unter dem Dach des Hörzentrums Nordbayern ihre Kompetenzen, um Patienten in jedem Alter das bestmögliche Hören zu ermöglichen. Am vergangenen Wochenende (11.11.2017) eröffneten Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro, Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Klinik - Kopf- und Halschirurgie, Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe, Leiter des Cochlear-Implant-Centrum CICERO der HNO-Klinik, der bayerische Ministerpräsident a. D. Dr. Günther Beckstein und Erlangens Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß im Rahmen des 8. Erlanger Hörtags gemeinsam das neue Zentrum. Die Veranstaltung war mit über 200 Teilnehmern aus der ganzen Region - sowohl Betroffenen als auch Interessierten - wieder gut besucht.
Eröffneten im Rahmen des 8. Erlanger Hörtags gemeinsam das neue "Hörzentrum Nordbayern" (von links): Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro (Direktor der HNO-Klinik), Dr. Elisabeth Preuß (Bürgermeisterin der Stadt Erlangen), Dr. Günther Beckstein (bayerischer Ministerpräsident a. D.) und Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe (Leiter des Cochlear-Implant-Centrum CICERO der HNO-Klinik). Foto: Uni-Klinikum Erlangen

"Die technischen Möglichkeiten zur Verbesserung des Hörens sind heute vielfältig. Die richtige Auswahl erfordert jedoch Erfahrung und kann nur im Team erfolgen", erklärte Prof. Hoppe und Prof. Iro bekräftigte die Interdisziplinarität der neuen Einrichtung: "Hier arbeiten Ärzte, Techniker und Hörtherapeuten gemeinsam an der Diagnostik und der Behandlung von Hörstörungen." Besonders stolz sind die beiden Ärzte auf die im Hörzentrum Nordbayern vorhandenen Möglichkeiten der umfassenden Kontrolle von Hörgeräten. Schließlich komme nicht jeder Betroffene mit einem Hörgerät gut zurecht. Manchmal habe dies aber auch technische Gründe, die sich schnell beheben ließen. Dr. Beckstein, der selbst ein Cochlea-Implantat trägt, zeigte sich erfreut über die Erweiterung des Cochlear-Implantat-Centrums CICERO zugunsten der Patienten aus ganz Nordbayern. Auf die Bedeutung des guten Hörens insbesondere für ältere Menschen wies Dr. Preuß hin.

Die modernen Behandlungsansätze bei Schwerhörigkeit müssen stets an das jeweilige Lebensalter angepasst werden. Insbesondere bei Kindern ist eine frühzeitige Erkennung des eingeschränkten Hörvermögens von großer Bedeutung. Die Versorgung mit Hörgeräten oder einem Cochlea-Implantat ist schon innerhalb des ersten Lebensjahres wichtig. Sie erfordert großes Fingerspitzengefühl, ein hohes Maß an technischer und pädagogischer Kompetenz und viel Erfahrung. "Diese gebündelten Kompetenzen finden Patienten ab sofort im Hörzentrum Nordbayern", freut sich Prof. Hoppe. "Ziel des neuen Zentrums ist es, alle Fachbereiche von Medizin und Audiologie an einem Ort zu vereinen, um Betroffenen in jedem Alter das bestmögliche Hören zu ermöglichen."

8. Erlanger Hörtag

"Gutes Hören in jedem Alter" war das Thema des diesjährigen Hörtags der HNO-Klinik des Uni-Klinikums Erlangen. Von 9.00 bis 13.00 Uhr informierten die Experten in den Hörsälen Medizin über neue Methoden zur Behandlung von Schwerhörigkeit. Nach den Vorträgen hatten die Gäste Gelegenheit, mit den Spezialisten ins Gespräch zu kommen und beim Besuch einer Ausstellung weitere Informationen einzuholen. Zwei Erfahrungsberichte von Betroffenen vermittelten dem Publikum ganz persönliche Einblicke in die Möglichkeiten der modernen Medizin. Zum einen stellte sich der siebenjährige Elias vor, der mit einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit geboren und im Kleinkindalter in der Erlanger HNO-Klinik mit einem Cochlea-Implantat versorgt worden war. Der Grundschüler schilderte, wie gut er seine Lehrer und seine Mitschüler verstehe und dass Probleme nur dann aufträten, wenn alle durcheinander redeten. Zum anderen berichtete ein Informatikprofessor von seinen früheren Schwierigkeiten, die Studenten in den hinteren Sitzreihen zu verstehen, da er auf einer Seite sein Gehör praktisch verloren hatte. Dank Cochlea-Implantat funktioniere der fachliche Austausch nun wieder. Nur an das Anlegen des Geräts müsse man sich zunächst gewöhnen und man benötige Geduld, bis sich das Hören langsam bessere. "Die Unterstützung der Erlanger Experten hat mir hier sehr geholfen."

Website des Hörzentrums Nordbayern: www.hoerzentrum-nordbayern.de

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe
Telefon: 09131 85-32981
E-Mail: ulrich.hoppeatuk-erlangen.de

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