Zum Hauptinhalt springenSkip to page footer

Nasenkorrekturen

Nasenkorrekturen: Funktion und Ästhetik

Formveränderungen der Nase können durch Unfälle, Voroperationen, aber auch ohne äußerliche Einflüsse während des Wachstums entstehen. Sehr häufig ist dabei auch die Nasenscheidewand betroffen, so dass die Patienten an einer behinderten Nasenatmung leiden.

Das Ziel der plastischen Chirurgie an der HNO-Klinik ist daher, die Wiederherstellung der Funktion und die ästhetische Korrektur der äußeren Nase in einem Eingriff zu vereinen. Besonders großen Wert legen wir dabei auf ein natürliches und harmonisches Aussehen, passend zu den individuellen Proportionen des Gesichts.

In unserer Klinik führen wir pro Jahr über 300 Nasenkorrekturen durch. Dabei umfasst das operative Spektrum neben Erstoperationen auch viele schwierige Nachkorrekturen, bei denen das Knorpelgerüst der Nase wieder hergestellt werden muss. Dank unserer großen Erfahrung, modernster operativer Techniken und apparativen Ausstattung können unsere Patienten auf eine individuelle, sichere und umfassende Betreuung und Nachbehandlung vertrauen.

Aufgrund seiner besonderen Expertise gehört Prof. Dr. Wurm seit Jahren zu „Deutschlands ausgezeichneten Ärzten“ der Zeitschrift „Stern“ und zu den „Top-Medizinern“ der Zeitschrift „Focus“ auf dem Gebiet der Nasenchirurgie.

Im Rahmen der persönlichen Beratung fertigen wir auch gerne eine Computersimulation des gewünschten Ergebnisses an, um noch besser auf Ihre individuellen Wünsche eingehen zu können.

Operationstechnik

Man unterscheidet eine geschlossene und eine offene Technik bei der plastischen Nasenkorrektur (Septorhinoplastik). Bei der geschlossenen Technik werden alle operativen Schritte von innen, das heißt ohne Schnitte von außen, durchgeführt. In manchen Fällen ist es jedoch erforderlich, über einen kleinen Schnitt am Nasensteg den Nasenrücken freizulegen. Bei schwierigen Nasenkorrekturen und Zweitoperationen erhält man so einen besseren Überblick über die knorpeligen bzw. knöchernen Strukturen der Nasenspitze und des Nasenrückens. Der Schnitt verheilt in der Regel ohne sichtbare Narbe. Mit beiden Techniken lassen sich Nasenhöcker abtragen, die Nasenspitze anheben und sowie die Nase insgesamt verschmälern. Um das knöcherne Nasengerüst korrigieren zu können, sind sog. Osteotomien, das heißt Bemeißelungen des Knochens, notwendig. Mit feinen Instrumenten lassen sich kleinere Unregelmäßigkeiten beseitigen. Im gleichen operativen Eingriff erfolgt auch die Korrektur der Nasenscheidewand, wenn hier Verbiegungen vorliegen, die die Nasenatmung beeinträchtigen. Wenn durch Voroperationen, Entzündungen oder ausgeprägte Verletzungen der Nase Knorpelmaterial verlorengegangen ist, kann dieses durch Knorpel aus der Ohrmuschel oder aus der Rippe ersetzt werden. Am Ende der Operation wird eine Tamponade zur Blutstillung eingelegt und ein Nasenverband mit Nasenschiene angelegt. So wird die frisch operierte Nase geschützt. Diese Nasenschiene sollte ca. 2 Wochen getragen werden.

Narkose

Wir empfehlen die Durchführung einer plastischen Nasenoperation in Vollnarkose. Nur kleinere Korrekturen sollten in örtlicher Betäubung vorgenommen werden.

Risiken

Das gewünschte Ergebnis einer ästhetisch schönen äußeren Nase mit guter Nasenatmung lässt sich in den meisten Fällen erreichen. Das Berührungsempfinden der Haut kann in manchen Fällen für wenige Wochen vermindert sein. Auch Gefühlsstörungen an der Oberlippe und den Schneidezähnen bilden sich in der Regel vollständig zurück. Abhängig von der Hautbeschaffenheit sind selten kleinere Unregelmäßigleiten durch Narbenbildungen oder Verwachsungen tastbar. Diese lassen sich jedoch, falls gewünscht, nachkorrigieren. Schwerwiegende Komplikationen wie Verletzungen der Tränewege oder umliegender knöcherner Strukturen und eitrige Wundinfektionen sind sehr selten. Bei weitreichenden Korrekturen der Nasenscheidewand können in seltenen Fällen Schädigungen der Schleimhäute oder des Knorpels auftreten, die erneut zu Formveränderungen der Nase führen und Ursache für eine Nachoperation sein können.

Nachbehandlung

Unmittelbar nach der Operation ist mit Schwellungen, evtl. auch Blutergüssen im Augen- und Wangenbereich zu rechnen. Diese bilden sich jedoch schon nach wenigen Tagen vollständig zurück. Die Nasentamponade wird spätestens am zweiten Tag nach der Operation entfernt, so dass eine freie Atmung durch die Nase möglich ist. Wir führen während des Aufenthaltes täglich eine Nasenpflege mit Entfernung von Blutkrusten und Sekret durch. Der Patient selbst sollte für einige Tage abschwellende Nasentropfen und eine Nasenemulsion verwenden. Die Nasenschiene wird nach ca. 7 Tagen erstmalig abgenommen und neu angepasst. Diese sollte dann noch für eine weitere Woche getragen werden. Die beim offenen Zugang eingenähten Fäden am Nasensteg werden ebenfalls nach ca. 7 Tagen entfernt. Wenn die Nasenschiene nach insgesamt zwei Wochen dann komplett abgenommen wird, ist die Nase selbst in der Regel noch geschwollen. Diese Restschwellung bildet sich in folgenden Wochen zurück, bis das endgültige Ergebnis erreicht ist.

Was Sie nach einer Nasenkorrektur beachten sollten

Das Nasengerüst ist nach Abnahme der Nasenschiene noch nicht vollständig stabil. Auch das geringe Gewicht einer Brille kann das Ergebnis wieder verändern. Brillenträger sollten daher für ca. 3 Monate nach der Operation Kontaktlinsen tragen. Die Haut selbst reagiert in den ersten 3 Monaten sehr empfindlich auf intensive Sonneneinstrahlung. Um unerwünschte Rötungen der Haut zu vermeiden, sollte in dieser Zeit auf intensives Sonnenbaden oder Solariumbesuche verzichtet werden.