Allergologie

HNO-Klinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Heinrich Iro

Heuschnupfen (Allergische Rhinokonjunktivitis) 

Heuschnupfen gilt als Volkserkrankung und wird häufig banalisiert. Neben dem Risiko ein allergisches Asthma zu entwickeln, schneiden betroffene Menschen schlechter in Prüfungen ab, fahren Auto, als wären sie leicht alkoholisiert, und entwickeln häufig Kreuzallergien auf Nahrungsmittel.  Unsere Klinik bietet Ihnen das volle Spektrum allergologischer Diagnostik, wie Hauttestungen (Prick-Test) und Provokationstestungen. Zudem führen wir vor Ort selbständig Antikörper-Bluttests (in-vitro-Serumdiagnostik, inklusive molekularer Tests) durch. Neben der ausführlichen Erläuterung von Präventionsmaßnahmen und einer Optimierung der symptomatischen Therapie, bieten wir die Möglichkeit der allergenspezifischen Immuntherapie (früher Hypo-/Desensibilisierung) nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

NERD (NSAID exacerbatet respiratory disease)

Die NERD wurde früher als ASS-/ Salicylatintoleranz bezeichnet. Betroffene Patienten leiden typischerweise unter wiederkehrenden Nasenpolypen und einem Bronchialasthma. Nach Einnahme von NSAR/NSAID-haltigen Schmerzmitteln, wie ASS oder Ibuprofen verschlechtern sich die Krankheitssymptome des Atemwegs akut. Lebensgefährliche Asthmaanfälle bis hin zum allergoiden Schock sind keine Seltenheit.

In unserer Abteilung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, die Erkrankung im Rahmen einer intravenösen Provokationstestung festzustellen. Hierbei wird Ihnen kontrolliert kontinuierlich ASS direkt über eine Vene zugeführt und das Auftreten von Symptomen beobachtet und gemessen. Sobald die Atemwegsbeschwerden gefährlich werden könnten, kann die weitere Zufuhr von ASS sofort unterbunden werden. Schwere Reaktion werden so vermieden.

Bei einem positiven Testergebnis besteht die Möglichkeit einer so genannten ASS-Toleranzinduktion: Durch die intravenöse Provokation werden die krankheitsursächlichen Botenstoffe vorübergehend aufgebraucht – um diese neu zu bilden, benötigt der Körper ca. 48 Stunden. Durch eine tägliche Einnahme einer individuell im Rahmen der Provokationstestung bestimmten ASS-Dosis kann so der Organismus im Gleichgewicht gehalten werden: NSAR-haltige Schmerzmittel können nun wieder eingenommen werden, Beschwerden im Bereich der Nasennebenhöhlen verbessern sich und die Asthmamedikation kann reduziert werden.

Biologikatherapie bei chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen mit Polypen

So genannte Biologika haben sich zur Therapie des Asthma bronchiale bereits seit Jahren etabliert. Diese neuen Medikamente greifen gezielt in den Entzündungsmechanismus ein. Im Jahr 2019 wurde das erste Biologikum nun auch zur Therapie im Bereich der oberen Atemwege, den Nasennebenhöhlen, zugelassen. Gerne beraten wir Sie hierzu in unserer allergologischen Sprechstunde und führen die Therapie bei bestehender Indikation durch.

Medizinische Mitarbeiterin bringt die Allergene beim Pricktest auf die Haut auf
Prick-Test

Allergologische Diagnostik:

  • Ausführliche Anamnese anhand eines speziell entwickelten Allergiefragebogens.
  • Vollständige HNO-ärztliche Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Nasenschleimhäute und der Nasennebenhöhlen.
  • Pricktest
  • in-vitro-Serumdiagnostik (Bestimmung spez. IgE-Antikörper) im hausinternen Allergielabor
  • konjunktivale Provokationstests

 

Arzt setzt Patientem spezielle Atemmaske zur Messung des Atemwiderstandes auf
Die Rhinomanometrie ist ein Messverfahren, um den Luftwiderstand bei der Nasenatmung zu bestimmen
  • nasale Provokationstests
  • intravenöse ASS-Provokation (stationär)
 
Leitung:
Prof. Dr. med Michael Koch
Telefon: 09131 85-33156
Fax: 09131 85-33833
E-Mail: michael.koch@uk-erlangen.de
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Mitarbeiter
Dr. med. Fatima Barhoum
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Dr. med. Jacob Brügel
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Dr. med. Vanessa Fauck
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Dr. med. Lava Taha
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Ali Zbidat
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