Allergologie

HNO-Klinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Heinrich Iro

Heuschnupfen, Allergietests, Hyposensibilisierung

Vom Allergietest zur Hyposensibilisierung

Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Industriestaaten leidet unter allergischen Erkrankungen. Eine der sicherlich bekanntesten allergischen Krankheiten ist der sogenannte Heuschnupfen, die allergische Rhinokonjunktivitis. Für die empfindlich auf Baum- und Blütenpollen reagierenden Menschen beginnt meistens mit dem Frühling eine über Wochen und Monate quälende Zeit: Niesattacken, vermehrtes Nasenlaufen, Augentränen und behinderte Nasenatmung sind typische Merkmale.

Ärztin erhebt die Allergieanamnese bei männlichem, jungen Patienten
Ein Patienten-Fragebogen hilft, ein passendes Therapiekonzept zu ermitteln

Allergische Rhinokonjunktivitis

Diese Symptomatik bleibt bei einem anderen Teil von Betroffenen nicht allein auf die Zeit der Pollenexposition beschränkt. Hier zeigt sich eine ganzjährige Leidenszeit. Im Gegensatz zur saisonalen Rhinokonjunktivitis kann die perenniale allergische Rhinokonjunktivitis durch einen über das ganze Jahr bestehenden Allergenkontakt (Hausstaubmilben, Tierepithelien und Schimmelpilze) ausgelöst werden.

Entwicklung eines allergischen Asthmas

Diese, bisweilen unterschätzten, Symptome können im Laufe der Jahre in ihrer Ausprägung zunehmen. Die Überempfindlichkeit auf einzelne Allergene weitet sich häufig auf eine Vielzahl weiterer allergener Substanzen aus. Zum einen kann es bei Pollenallergikern zu Kreuzreaktionen auf Nahrungsmittel kommen, die als pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie bezeichnet werden. Hierbei ist beispielsweise bei Birkenpollenallergikern eine Unverträglichkeit mit Steinobst (Apfel, Pfirsich, Kirsche) und Nüssen festzustellen, die sich als Rachen- und Gaumenjucken, Brennen in Mund und Rachen bis zur Schleimhautschwellung im Rachenraum und Kehlkopf äußert. Die saisonalen und perennialen Allergien stellen ernstzunehmende Erkrankungen dar, die nicht bagatellisiert werden sollten. Bei einem Viertel der Patienten mit allergischer Rhinitis kann es zur Entwicklung eines allergischen Asthmas kommen.

Medizinische Mitarbeiterin bringt die Allergene beim Pricktest auf die Haut auf
Prick-Test

Identifikation der Allergene

Die frühzeitige Diagnostik einer allergischen Erkrankung und eine auf den Patienten abgestimmte Therapie erhöht die Chance den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, bzw. die Allergie ganz zu verlieren. Neben der orientierenden Allergie-Anamnese, einer HNO-ärztlichen Spiegeluntersuchung, die u.a. die Endoskopie von Nase, Nasenrachenraum und Kehlkopf umfasst, gilt es den Verdacht einer allergischen Erkrankung zu objektivieren. Die Identifikation einzelner Allergene umfasst Hauttestungen wie den Prick-Test, ergänzt durch Laboruntersuchungen zum Nachweis allergiespezifischer IgE-Antikörper und nasale Provokationstestungen, die die klinische Relevanz der Erkrankung nachweisen.

Arzt setzt Patientem spezielle Atemmaske zur Messung des Atemwiderstandes auf
Die Rhinomanometrie ist ein Messverfahren, um den Luftwiderstand bei der Nasenatmung zu bestimmen

Das auf den Patienten individuell abgestimmte Therapiekonzept basiert zunächst auf der Vermeidung der in Frage kommenden Allergieauslöser. Diese als Karenz bezeichnete Präventivmassnahme ist die Grundlage jeder weiteren Therapie. So kann eine symptomatische Arzneimitteltherapie mit Antiallergika bei bestimmten Ausprägungen der Allergie zum Einsatz kommen.

Eine gezielte kausale Therapie ist jedoch nur mit einer spezifischen Immuntherapie, der sog. Hyposensibilisierung möglich. Diese Therapieform kann durch regelmäßige Injektionen der allergieauslösenden Substanzen eine körpereigene Toleranz gegenüber den krankmachenden Allergenen aufbauen und die Symptome unterbinden.

Allergologische Diagnostik:

  • Ausführliche Anamnese anhand eines speziell entwickelten Allergiefragebogens.
  • Vollständige HNO-ärztliche Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Nasenschleimhäute und der Nasennebenhöhlen.

Hauttests:

  • Pricktestung
  • Intrakutantestung

Laboruntersuchungen:

  • Spezifische IgE-Bestimmung
 
Leitung:
Prof. Dr. med Michael Koch
Telefon: 09131 85-33156
Fax: 09131 85-33833
E-Mail: michael.koch@uk-erlangen.de
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Mitarbeiter
Dr. med. Fatima Barhoum
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Dr. med. Jacob Brügel
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Dr. med. Franziska Hildebrandt
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Dr. med. Tobias Stützer
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Dr. med. Hanna Hierl MHBA
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