Die Patientenaufnahme erfolgt in schallgedämmten Aufnahmekabinen
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editoral
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
eine bestmögliche Behandlung von Patienten erschöpft sich nicht in der optimalen medizinischen Versorgung. Ebenso wichtig ist, dass die Patienten sich wohlfühlen und umsorgt werden. Service wird in der HNO-Klinik traditionell großgeschrieben – jetzt wurden weitere Verbesserungen erreicht. So haben sich durch den Umbau der ambulanten Patientenaufnahme die Wartezeiten deutlich verkürzt. Daneben steht ab dem 1. Juni 2010 eine zentrale Telefonnummer für Terminabsprachen zur Verfügung. Für Patienten mit ohrchirurgischen Problemen hat die HNO-Klinik außerdem eine spezielle Ohrsprechstunde eingerichtet. Optimaler Service setzt zudem kompetente Mitarbeiter voraus – und die HNO-Klinik hat in die Qualität von Fort- und Weiterbildung investiert. So istdie Technik im Hörsaal modernisiert worden, sodass unsere Kurse und Workshops zu aktuellen Themen aus der HNO-Heilkunde künftig noch spannender werden. Was es sonst noch aus der HNO-Klinik zu berichten gibt, erfahren Sie in diesem Newsletter.
Prof. Dr. med. Heinrich Iro,
Klinikdirektor
aktuell
Umbau der ambulanten Patientenaufnahme
Neue Maßstäbe im Aufnahmemanagement setzt die HNOKlinik mit dem Umbau ihrer ambulanten Aufnahme. Ziel ist es, sich für das stetig wachsende Patientenaufkommen zu rüsten und die Patientenversorgung weiter zu verbessern. Die Patienten profitieren künftig von kürzeren Wartezeiten und weniger Durchgangsverkehr im Anmeldebereich.
Mit dem Umbau wurden die Räumlichkeiten der Patientenaufnahme umstrukturiert. Früher erfolgte die Anmeldung und Terminvergabe aller Patienten in einem Großraumbüro. Unruhe und ein gewisser Lärmpegel ließen sich dabei leider nicht immer vermeiden. Gerade ältere und hörgeschädigte Menschen hatten häufig Schwierigkeiten, ein Gespräch zu führen. Künftig erfolgt die Anmeldung in einer von zwei Aufnahmekabinen. Diese sind schallschutzgedämmt und speziell ausgerichtet auf die Bedürfnisse hörgeschädigter Menschen.
Ein positives Feedback zeigt sich bereits heute, kurz nach dem Umbau: Die ruhige Atmosphäre bei der Anmeldung ist eine große Entlastung, nicht nur für die Patienten. Auch die Mitarbeiterinnen begrüßen den Umbau, da der Geräuschpegel an ihrem Arbeitsplatz seither viel niedriger geworden ist.
aktuell
Neu ab 1. Juni 2010: zentrale Terminvergabe
Um den Patientendurchlauf an der Klinik weiter zu optimieren, erfolgt ab 1. Juni 2010 die ambulante Terminvergabe zentral und in anderen Räumlichkeiten. Unsere Mitarbeiterin Elisabeth Rentsch kümmert sich bald um die persönliche oder telefonische Terminvergabe für unsere Kontroll- und Spezialsprechstunden. Die zentrale Terminvergabe wird mittwochs und freitags von 8 bis 14 Uhr, montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 15 Uhr zu erreichen sein.
Telefon: 09131 85-33339
Fax: 09131 85-33340
E-Mail: hno-ambtermin@uk-erlangen.de
aktuell
ISO-Zertifizierung: Qualität ist Standard
„Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein“ – ganz im Sinne von Philipp Rosenthal hat die HNO-Klinik seit Jahren ein effizientes Qualitätsmanagement implementiert. Als eine der größten HNO-Kliniken in Deutschland steht das Klinikum bei Patienten und Mitarbeitern in der Pflicht. Jetzt werden die kontinuierlichen Verbesserungen in allen Bereichen der Klinik geprüft und dokumentiert. Die HNO-Klinik wird sich der Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 unterziehen. Das schafft Mehrwert für alle Beteiligten. Aktuell bereitet die Stabsabteilung Qualitätsmanagement diesen Prozess vor, der zum Beispiel ein transparentes Beschwerdemanagement und detaillierte Patientenbefragungen sowie Maßnahmen umfasst, die auf eine Steigerung der Patientenzufriedenheit abzielen. So soll es für alle Patienten einen Kummerkasten geben, in dem sie Lob und Tadel äußern können. Die Zertifizierung wird voraussichtlich in einem Jahr erfolgen.
aktuell
Hightech im Hörsaal
Forschung und Lehre spielen traditionell eine zentrale Rolle am Universitätsklinikum Erlangen, das einer der zentralen Akteure im Spitzencluster des Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg ist. Auch in der HNO-Klinik wird Forschung großgeschrieben. Hier finden das ganze Jahr über anspruchsvolle Kurse, Fortbildungen und Workshops für Fachmediziner statt. Dabei kommen international renommierte Experten nach Erlangen, um mitihren Kollegen Wissen auszutauschen.
Damit insbesondere die aufwendigen Live-Operationen für das Fachpublikum künftig noch besser verfolgbar sind, wurden jetzt rund 50.000 Euro in die Modernisierung der Hörsaal- Technik investiert. Ein innovatives Hightech-Rednerpult mit einem interaktiven Bildschirm und einer hochmodernen Surround-Anlage macht die Präsentationen ab sofort besonders dynamisch. Dank der neuen Technik können die Live-Videos jetzt sogar in HD-Qualität direkt aus dem Operationssaal in den Hörsaal der HNO-Klinik übertragen werden.
praxis
Für bessere Kommunikation: Workshops zu Lautsprachbegleitenden Gebärden
Für Patienten der HNO-Klinik, die häufig schwerhörig oder gehörlos sind, ist die Kommunikation mit Normalhörenden von Verständigungsproblemen geprägt. Umso wichtiger ist es, auf die Bedürfnisse Hörgeschädigter einzugehen und Verständigungs- und Verständnisschwierigkeiten bei der ambulanten und stationären Versorgung zu vermeiden.
Um die Patienten der Klinik noch besser betreuen zu können, wurden in den vergangenen Monaten Mitarbeiter in Lautsprachbegleitenden Gebärden (LBG) ausgebildet. Kursleiter war der Schwerhörigenpädagoge und Audiotherapeut Reiner Hofmann. Ziel des klinikinternen Workshops war es, den Mitarbeitern Schlüsselbegriffe für ihre Arbeit mit den Patienten zu vermitteln und sie für die Kommunikation mit Hörgeschädigten zu sensibilisieren.
Insgesamt elf Mitarbeiter aus der Pflege und der Patientenaufnahme sowie vom Cochlear-Implant-Centrum CICERO wurden in grundlegenden Gebärden unterrichtet. Bei den LBG wird jedes gesprochene Wort simultan mit einem möglichst bedeutungsgleichen Gebärdenzeichen begleitet. Die Themenbereiche waren zum Beispiel „Menschlicher Körper“, „Essen und Trinken“ sowie „Medizinische Grundbegriffe“.
Kürzlich haben an der HNO-Klinik bereits Auffrischungskurse stattgefunden. Denn wie bei jeder Sprache, die man neu lernt, ist es auch bei den LBG wichtig in Übung zu bleiben.
praxis
Rekonstruktion nach Hauttumor-Defekten: Herausforderung für die HNO
Hautkrebs gehört zu den Krebserkrankungen mit der höchsten Zuwachsrate. Experten gehen von jährlich 250.000 Neuerkrankungen in Deutschland aus. Dabei ist das gefährliche maligne Melanom relativ selten: Es überwiegen die nichtmelanozytären (epithelialen) Hautkrebsarten wie Basalzell- oder Plattenepithelkarzinom. Diese Hauttumore treten meist bei Patienten ab 65 Jahren innerhalb der ästhetischen Einheit auf: um die Augen, an der Nase, den Schläfen, Ohren und Wangen oder der Lippe. Basaliome wachsen unauffällig über Jahre heran, bevor sie diagnostiziert werden.
1: Vor der Operation: Das Basaliom-Geschwür sitzt direkt am Naseneingang und erschwert die Nasenatmung
2: Nach der Operation: Der Tumor ist verschwunden – die Rekonstruktion des Nasenflügels hat nur kleine Narben hinterlassen
Zunächst bildet sich ein kleiner, harter Knoten oder eine Verhärtung. Dann breitet sich das Basaliom sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung aus. Typisch sind perlschnurartige Verdickungen sowie seine perlmuttern schimmernde Epithelschicht. Basaliome bilden zwar nur extrem selten Metastasen, aber sie schädigen das umliegende Gewebe und greifen sogar die Knochen an. Deshalb ist bei Basaliomen im Hals- und Kopfbereich interdisziplinäre Expertise geboten: Zum einen muss der Tumor entfernt und die ästhetische Einheit rekonstruiert werden, zum anderen geht es darum, die Funktionalitäten im Ohrmuschel-, Nasen- oder Lippenbereich aufrechtzuerhalten.
Bei der Entfernung von Basaliomen zum Beispiel im Bereich der Nase (siehe Abbildung 1) zahlt sich die Erfahrung unserer Klinik im Bereich der plastisch-ästhetischen Gesichtschirurgie aus. Werden Basaliome operativ entfernt, insbesondere in späteren Krankheitsstadien und an Stellen, wo das Gewebe dünn ist wie am Vestibulum, sind größere Wunden und Defekte kaum zu vermeiden. Das zieht eine Hauttransplantation oder andere chirurgische Verfahren nach sich.
Die Rekonstruktion solcher Defekte bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung von Ästhetik und Funktionalität gehört zu den anspruchsvollsten chirurgischen Herausforderungen. Denn schon kleine Abweichungen am Naseneingang können nicht nur zu optischen Problemen, sondern zu dauerhaften Nasenatmungsbehinderungen führen. Damit wie im vorliegenden Fall ein erfolgreiches Ergebnis erzielt werden kann (siehe Abbildung 2), geht die Planung der primären Rekonstruktion immer Hand in Hand mit der Vorbereitung der eigentlichen Tumorentfernung. Selbstverständlich arbeitet die HNO-Klinik in sensiblen Fällen besonders eng mit der Hautklinik zusammen. Je nach Diagnose werden Patienten an die jeweils andere Klinik überwiesen, sodass sie jederzeit eine optimale Therapie bekommen.
service
Bürger-Vortragsreihe ForumHNO
Nach dem Erfolg vom vergangenen Jahr geht die Vortragsreihe ForumHNO in diesem Jahr mit neuen Themen weiter. Die Veranstaltungen finden 2010 in Erlangen sowie in Coburg statt. Zusammen mit kooperierenden HNO-Ärzten vor Ort informieren die Experten aus der HNO-Klinik über typische Volkskrankheiten aus der HNO-Heilkunde wie Schwindel, Allergien und Tinnitus. Inhalte sind Ursachen und Therapiemöglichkeiten verschiedener Beschwerden. Im Anschluss an die Vorträge beantworten die Referenten Fragen aus dem Publikum. Der Eintritt ist frei.
service
Allergologie Update
Die HNO-Klinik Erlangen, die LMU München und das Bundeswehrkrankenhaus Ulm laden allergologisch tätige Ärzte aller Fachrichtungen zum ersten „Allergologie Update“ am 25. Juni 2010 in das Stadthaus Ulm ein. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Weitere Informationen:
www.allergologie-update.de
oder bei
Birgit Lenz
Kurssekretariat
Telefon: 09131 85-33631,
E-Mail: birgit.lenz@uk-erlangen.de
service
Willkommen in der Ohrsprechstunde
Seit dem 1. April 2010 gibt es in der Hochschulambulanz der HNO-Klinik einen neuen Service für Patienten mit ohrchirurgischen Problemen. Diese Sprechstunde richtet sich vornehmlich an „komplexe“ Ohrpatienten mit gezielten Fragestellungen zum Beispiel zu Mittelohrhörgeräten oder Steigbügeloperationen. Die Spezialsprechstunde „Ohrchirurgie“ findet immer montags und donnerstags von 14 bis 15 Uhr statt. Die Patienten müssen sich hierzu bitte unter Telefon 09131 85-33830 anmelden, ab 1. Juni 2010 über die zentrale Terminvergabe unter Telefon 09131 85-33339. Die Sprechstunde wird oberärztlich vorrangig von Dr. Joachim Hornung betreut.
Kontakt:
Dr. Joachim Hornung
Geschäftsführender Oberarzt
Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie
Waldstraße 1
91054 Erlangen
Telefon: 09131 85-36859
Fax: 09131 85-33833
E-Mail: joachim.hornung@uk-erlangen.de
science
Der anterolaterale Oberschenkellappen in der Kopf-Hals-Chirurgie
Die Bedeutung rekonstruktiver Verfahren in der Kopf-Hals-Chirurgie nimmt stetig zu. Der Grund: Die Zahl der rettungschirurgischen Eingriffe ist rasant gestiegen, gleichzeitig haben sich Operationstechnik und Know-how mit Blick auf eine bestmögliche, funktionserhaltende Organrekonstruktion weiterentwickelt. Mitte der 90er-Jahre hat sich neben dem häufig verwendeten Radialistransplantat auch der anterolaterale Oberschenkellappen (ALT) durchgesetzt. Erstmals 1984 durch Song beschrieben, wird er seit Mitte der 90er- Jahre in der Kopf-Hals-Chirurgie regelmäßig eingesetzt.
Indikationen für anterolaterale Oberschenkeltransplantate sind größere äußere Defekte sowie Rekonstruktionen der Zunge, des Rachens und des Ösophagus. Insgesamt bietet das anterolaterale Oberschenkeltransplantat eine hervorragende und wichtige Erweiterung des Spektrums für die rekonstruktive Kopf-Hals-Chirurgie mit einem breiten Indikationsspektrum gerade für größere Defekte (maximal 40 x 20 cm). Anterolaterale Oberschenkeltransplantate zeichnen sich durch einen langen Gefäßstiel und große Gefäßkaliber aus. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Hebung: fasziomyokutan, faszikutan oder myofaszial oder als mehrere Lappen an einem Gefäßstiel. Der Wundverschluss ist meist primär, der Hebedefekt gering. Anterolaterale Oberschenkeltransplantate können im Zwei-Team-Verfahren gehoben werden, was die OP-Zeit verkürzt. Im Fall einer Zungenrekonstruktion besteht die Option der Nervenanastomose (N. hypoglossus), bei Schädelbasisdefekten kann zusätzlich die Oberschenkelbindegewebshülle (Fascia lata) zum Einsatz kommen.
Was die Zuverlässigkeit von Oberschenkeltransplantaten betrifft, wird in der Literatur von einer circa 95-prozentigen Überlebenschance des Transplantats gesprochen. Eigene Daten der HNO-Klinik Erlangen liegen bei 99 Prozent. Als nachteilig kann sich in Einzelfällen im Rahmen der ein- bis dreistündigen Hebung die Variabilität der Stielanatomie erweisen. Bisweilen kann auch ein hoher Fettanteil im Oberschenkelbereich den Einsatz des Transplantats erschweren. In diesen Fällen ist dann aber eine Ausdünnung möglich.
team
Personalia
Neuzugang: Neu in unserem Team an der HNO-Klinik Erlangen begrüßen wir die Assistenzärztin Elke Mezger (siehe Bild).
Ernennung: Dr. med. Christopher Bohr wurde mit Wirkung zum 1. Februar 2010 zum Oberarzt ernannt. Vorher war Dr. Bohr bereits HNO-Facharzt an unserer Klinik. Auch PD Dr. med. Alessandro Bozzato wurde zum Oberarzt ernannt. Der bisherige HNO-Facharzt erhielt diese Ernennung mit Wirkung zum 15. April 2010.
termine
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Allergologie-Grundkurs |
25.06.2010 |
Allergologie Update |
24. – 26.02.2010 |
Farbdopplerkurs |
16.07.2010 |
Ultraschall-Abschlusskurs |
Nähere Informationen und Anmeldung unter:
Tel. 09131 85-33631
impressum
Herausgeber: |
V.i.S.d.P.: |

