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Newsletter 8 - 09/11

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editoral

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wir bleiben in Bewegung, um die Patientenversorgung an unserer Klinik kontinuierlich zu optimieren. Einige Neuerungen stellen wir Ihnen in diesem Newsletter vor: Während der jüngsten Umbaumaßnahme wurde die technische Ausstattung unserer Intensivstation und des Aufwachraums auf den neuesten Stand gebracht. Wir freuen uns, dass auch ein Förderantrag an die Deutsche Forschungsgemeinschaft positiv bewertet wurde: Seit einigen Wochen ergänzt ein hochmodernes Mikroskop die Technik im Operationssaal 2 der HNO-Klinik. Zukunftsweisende Applikationen wie die indizierte Fluoreszenz mit 5-ALA und die Gefäßdarstellung mit Indocyanin-Grün sind in das Gerät bereits integriert. Auch im Bereich der Pflege bleiben wir nicht stehen: Ein neues Konzept zum Trachealkanülenmanagement erhöht die Selbstständigkeit der Betroffenen.

Prof. Dr. med. Heinrich Iro,
Klinikdirektor

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aktuell

Großes Interesse am Erlanger Hörtag

Klinikdirektor Prof. Iro (li.) im Gespräch mit Dr. Marianne Koch, Dr. Günther Beckstein (2. v. r.) und CICERO-Leiter Prof. Hoppe (r.)

Klinikdirektor Prof. Iro (li.) im Gespräch mit Dr. Marianne Koch, Dr. Günther
Beckstein (2. v. r.) und CICERO-Leiter Prof. Hoppe (r.) .

Ende Mai luden die HNO-Klinik Erlangen und die Initiative „Ich will hören“ zum 2. Erlanger Hörtag in das Hörsaalzentrum Medizin. Mehr als 180 Besucher nutzten dieses Angebot und informierten sich über moderne Hörsysteme und Behandlungsmöglichkeiten von Schwerhörigkeit. „Uns ist es wichtig, mit dem Hörtag über Hörverlust und seine Auswirkungen aufzuklären. Denn wenn ein nachlassendes Hörvermögen frühzeitig erkannt wird, gibt es Behandlungsformen, die den Betroffenen auch weiterhin die Chance geben zu hören“, so Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe, Leiter des CochIear- Implant-Centrums CICERO an der Erlanger HNO-Klinik.

Experten der Klinik sowie Hörgeräte- und CITräger informierten über moderne Behandlungsmethoden, die es den Betroffenen ermöglichen, wieder zu hören – eine exakte und vor allem frühzeitige Diagnose vorausgesetzt

Experten der Klinik sowie Hörgeräte- und CITräger informierten über moderne Behandlungsmethoden, die es den Betroffenen ermöglichen, wieder zu hören – eine exakte und vor allem frühzeitige Diagnose vorausgesetzt.

Die Schirmherrschaft hatte der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein übernommen, der im vergangenen Jahr an der Klinik ein Cochlear Implant erhalten hat. Er betonte die Bedeutung guten Hörens in der Gesellschaft: „Miteinander zu reden und den anderen zu verstehen, ist eine ganz existenzielle Form der Kommunikation. Schlechtes Hören beeinträchtigt die Lebensqualität massiv.“

Neben Vorträgen zur Versorgung von Hörgeschädigten an der HNO-Klinik, zur hörverbessernden Chirurgie sowie zu Hörgeräten und Cochlear Implants war auch der Bayerische Rundfunk zu Gast: Das Bayern 2-Gesundheitsgespräch wurde live aus Erlangen gesendet. Unter Leitung der BR-Moderatoren Dr. Marianne Koch und Werner Buchberger sprachen Klinikdirektor Prof. Iro, Audiologe Prof. Hoppe, Dr. Beckstein sowie die CI-Trägerin Margit Gamberoni über ihre Erfahrungen zum Thema Schwerhörigkeit, Hörgerät und Cochlear Implant.

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aktuell

Unterbrechungsfreie Überwachung von Intensivpatienten

Durch die Renovierung der Intensivstation wurde der räumliche Bedarf den steigenden Patientenzahlen angepasst

Durch die Renovierung der Intensivstation wurde der räumliche Bedarf den steigenden Patientenzahlen angepasst.

Die Umbauarbeiten in der Intensivstation der HNO-Klinik Erlangen, über die wir bereits im vergangenen Newsletter berichtet haben, sind abgeschlossen. Mit der technischen Ausstattung auf der Intensivstation nimmt die HNO-Klinik nun klinikumsweit eine Vorreiterrolle ein: Ein neues Monitoringsystem mit Telemetrie-Monitor, den der Patient bei sich hat, lässt die unterbrechungsfreie Überwachung vom OP bis zum Aufwachraum zu. Außerdem steht ein modernes Notfallbeatmungssystem Oxylog 3000 zur Verfügung. Um den steigenden Patientenzahlen gerecht zu werden, gibt es außerdem ab sofort vier Intensivbetten und zusätzlich ein Isolierzimmer. Im Aufwachraum ist nun Platz für sieben Patienten.

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praxis

Studie zu Frequenzauflösung bei CI-Trägern

Die Frequenzauflösung des Gehörs ist wichtig für das Hören von Sprache und Musik. Bei Cochlear Implant (CI)-Trägern ist die Frequenzunterscheidung jedoch stark eingeschränkt: Sie können oft nur Töne unterscheiden, die mehr als eine Terz auseinander liegen. Vor allem bei tiefen Tönen scheinen CI-Träger Probleme zu haben. Außerdem ist es für sie offensichtlich schwerer, obertonhaltige Klänge als Sinustöne (Reintöne) einzuordnen. Die Zuordnung von Obertönen durch das CI-System scheint sich also vom „normalen“ Hören zu unterscheiden: Das Spektrum obertonhaltiger Klänge wird vermutlich verzerrt abgebildet.

Eine Verbesserung des Tonhöhenunterscheidungsvermögens bei tieffrequenten und bei obertonhaltigen Klängen könnte sowohl die Musik- aber auch die Sprachwahrnehmung mit dem CI positiv beeinflussen.

Um diese Annahmen zu bestätigen, untersuchte ein Team um den Audiologen Dr. Frank Digeser vom Cochlear-Implant- Centrum CICERO der HNO-Klinik Erlangen die Schwierigkeiten in verschiedenen Frequenzbereichen mit und ohne Obertöne bei unterschiedlichen Sprachkodierungsstrategien. Eine Gruppe von elf CI-Trägern nahm hierfür an adaptiven 2AFC-Tests zur Frequenzunterscheidung bei fünf unterschiedlichen Grundfrequenzen in 1/4-Ton-Schritten teil. Die Probanden mussten jeweils den höheren von zwei Tönen benennen.

Der Test wurde sowohl mit Sinustönen als auch mit Tönen einer Sägezahnschwingung durchgeführt. Das Ergebnis: Im Durchschnitt ist das Frequenzunterscheidungsvermögen von CI-Trägern für obertonreiche Sägezahntöne signifikant schlechter als für Sinustöne der entsprechenden Grundfrequenz. Auch die individuelle Frequenzunterscheidung ist bei den Sägezahntönen in der Regel deutlich schlechter. Bei der tiefsten Frequenz (196 Hz) gab es die deutlichsten Unterschiede zwischen den beiden Signalen, beim höchsten Ton (3951 Hz) gab es hingegen keinen signifikanten Unterschied. Die Annahme, dass obertonreiche Töne von CI-Trägern deutlich schlechter unterschieden werden, konnte also belegt werden. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass eine bessere Frequenzabbildung von Obertönen auch eine Verbesserung der Frequenzunterscheidung obertonhaltiger Klänge mit sich bringen könnte.

Bei Wiederholungsmessungen wurden die Ergebnisse der Studie, die mit dem Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (DGA) ausgezeichnet wurde, auf ihre Konstanz überprüft. Aktuell prüft das Team um Dr. Digeser mögliche Ansätze zur Verbesserung der Frequenzunterscheidung, zum Beispiel durch Modifikationen bei den Frequenzzuordnungen für dieElektroden des CIs.

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praxis

Neues Operationsmikroskop macht Tumor-Eingriffe noch sicherer

Mit dem neuen Mikroskop kann gesundes und pathologisches Gewebe noch besser unterschieden werden

Mit dem neuen Mikroskop kann gesundes und pathologisches Gewebe noch besser unterschieden werden.

An der HNO-Klinik Erlangen werden jedes Jahr durchschnittlich 1.400 diagnostische und therapeutische Eingriffe an Patienten mit malignen Tumorerkrankungen im Kopf-Hals- Bereich durchgeführt. In keiner anderen Körperregion befinden sich so viele lebenswichtige Strukturen auf engstem Raum, die bei der Operation nicht zerstört werden dürfen. Für den Operateur sind deshalb technische Geräte und Assistenzsysteme hilfreich. Insbesondere bildgebende Verfahren, die Grenzen zu vital wichtigen Strukturen sichtbar machen und sichere Resektionsgrenzen von Tumoren festlegen, sind für eine erfolgreiche Behandlung unentbehrlich. Die HNO-Klinik Erlangen setzt im Operationssaal 2 seit Kurzem mit dem „OPMI Pentero“ ein neues Operationsmikroskop ein, das Tumoren dank seiner neuartigen Fluoreszenztechnik noch schneller und sicherer erkennt als herkömmliche Mikroskope. Das mit hochwertigen Applikationen wie zum Beispiel zwei High-Definition-Kameras oder einem vollautomatischen Mikroskoparm ausgestattete Gerät unterstützt die Anwendung der sogenannten 5-ALA-Fluoreszenzdarstellung. Dieses Verfahren färbt Tumoren und Tumorreste während des Eingriffes in spezifisches Blaulicht und erleichtert ihre komplette Entfernung. Zugleich ist eine bessere Unterscheidung zwischen gesundem und pathologisch alteriertem Gewebe möglich.

Das neue Mikroskop liefert 50 Vollbilder in der Sekunde und integriert zusätzlich die Indocyaningrün-Videoangiografie (ICGA). Diese Methode erlaubt eine einfache und rasche Beurteilung von Verlauf und Durchgängigkeit der Gefäße, Anastomosen und der tumorassoziierten Neovaskularisation. Kombiniert mit einem neuartigen Visualisierungstool, das die Blutflussdynamik auf detaillierten Übersichtskarten abbildet, können die Ärzte bereits während des Eingriffs jede einzelne OP-Phase vergleichen und bewerten.

Weil sich das neue Operationsmikroskop problemlos in die Informations- und Kommunikationsstruktur der HNO-Klinik Erlangen integrieren lässt, unterstützt es die Klinik auch in puncto Lehre. So können Bilddaten in das hauseigene Netzwerk gestreamt und zum Beispiel in einen Seminarraum projiziert werden.

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science

Riechstörungen als Frühzeichen für Parkinson

Mehr als 95 Prozent aller Parkinsonkranken leiden unter Riechstörungen (Hyposmie). Die Beeinträchtigung des Geruchssinns ist ein Kardinalsymptom für das idiopathische Parkinsonsyndrom (IPS), das vier bis sechs Jahre früher auftritt als die typischen motorischen Störungen. Bei Erkrankungen, die sonst schwer vom IPS abgrenzbar sind (z.B. familiäre Parkinson-Erkrankungen, vaskuläre oder medikamentös verursachte Parkinson-Syndrome, progressive supranukleäre Ophthalmoplegien oder kortikobasale Degenerationen), kommen Riechstörungen hingegen nicht oder nur in geringem Ausmaß vor. Riechtests können deshalb helfen, den Verdacht schon in einem frühen Krankheitsstadium richtig zu lenken, da idiopathische Riechstörungen auf ein beginnendes IPS hinweisen können. In der Anamnese sollte unbedingt zusätzlich geklärt werden, ob in der Familie neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson oder eine Demenz vom Alzheimer-Typ (die beide am Beginn der Erkrankung hinsichtlich der Riechstörung nicht voneinander abgegrenzt werden können) bekannt sind; außerdem sollte der Arzt prüfen, ob beim Patienten eine depressive Symptomatik vorliegt.

Ableitungen von OEPs als Marker des Krankheitsverlaufs?

Riechstörungen können psychophysisch oder objektiv untersucht werden – z. B. durch die Ableitung von olfaktorisch evozierten Potenzialen (OEPs) oder mithilfe der aufwendigeren funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT), die indirekt neuronale Aktivität bestimmter Hirnregionen messen kann.

Während beispielsweise im Rahmen psychophysischer Geruchsuntersuchungen bereits herausgefunden wurde, dass sich die Riechstörung sogar wieder bessern kann, lagen bislang noch keine Erkenntnisse zur Entwicklung von OEPs vor. Dieser Frage widmet sich eine Studie, die Dr. Thomas Meusel, Assistenzarzt an der HNO-Klinik Erlangen, gemeinsam mit Kollegen aus Basel und Dresden durchgeführt hat. Ziel war es, Langzeitveränderungen in der Ableitung von OEPs und der psychophysisch gemessenen Riechleistung zu untersuchen und mit dem Verlauf der Erkrankung zu korrelieren. Von besonderem Interesse war, ob sich die Ableitung von OEPs als Messmethode zur Verlaufsbeurteilung und zusätzlicher Marker des Krankheitsverlaufes eignet.

Verschlechterung von anfänglichem Status abhängig

Hierzu wurden 19 Parkinson-Patienten zweimal im Abstand von fünf Jahren getestet. Motorische, kognitive und emotionale Symptome wurden dabei mit standardisierten Scores evaluiert. Für die psychophysische Testung wurde die „Sniffin’ Sticks“-Testbatterie eingesetzt. Bei den elektrophysiologischen Tests wurden den Patienten per Olfaktometer reine Olfaktoriusreizstoffe dargeboten und OEPs abgeleitet. Mit folgenden Ergebnissen: OEPs können im Laufe der Zeit nachweisbar sein, auch wenn sich zu Beginn keine Potenziale ableiten ließen – und umgekehrt. Die psychophysischen Tests ergaben, dass sich die Geruchsfunktion bei der Gesamtheit der Patienten verschlechtert, auch wenn sie sich bei einigen Testpersonen leicht verbesserte. Die Verschlechterung scheint vom anfänglichen Status abhängig zu sein: Patienten, die zu Beginn nur eine leichte Beeinträchtigung aufwiesen, zeigten nach fünf Jahren eine deutlichere Verschlechterung der Geruchsfunktion als diejenigen, die bereits zu Anfang schwere Riechstörungen hatten. Beide Methoden belegen, dass die Geruchsfunktion Schwankungen unterliegt. Eine Hyposmie bei Parkinson-Patienten führt nicht zwangsläufig zur Anosmie. Mit der Schwere der Erkrankung (kognitive, emotionale und motorische Beeinträchtigungen) im Krankheitsverlauf korreliert die Veränderung der Geruchsfunktion nicht.

Untersuchungen mittels fMRT im Fokus

Auffällig war, dass bei Patienten, bei denen zu Beginn OEPs nachweisbar waren, teilweise später keine mehr nachgewiesen werden konnten und umgekehrt. Eine mögliche Erklärung wäre, dass evozierte Potenziale bei neurodegenerativen Erkrankungen schwer zu erkennen sind, da die Amplituden flacher werden, stark deformiert sind, längere Latenzen haben und im deutlich verstärkten Hintergrundrauschen des EEG’s (erniedrigtes „signal to noise ratio“) viel schwerer zu erkennen sind. Die Wertigkeit der OEPs als Marker für das Fortschreiten der Erkrankung ist folglich als alleinige Messmethode nicht ausreichend. Zur Erforschung geeigneterer objektiver Nachweismethoden des Verlaufs der Riechstörungen beim IPS als Marker des Fortschreitens der Erkrankung stehen für Dr. Meusel nun Untersuchungen mittels fMRT für Folge-Langzeituntersuchungen im Fokus.

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science

Studie belegt Einfluss des Hausarztes bei Patienten mit Hörproblemen

Nur jeder Zweite, der wegen Hörproblemen einen Hausarzt aufsucht, entscheidet sich für eine Behandlung. Dies hat eine Studie der Europäischen Vereinigung der Hörgerätehersteller (EHIMA) ergeben. Die rund 15.000 Teilnehmer gaben Auskunft über ihr Hörvermögen und die Verwendung von Hörhilfen.

Für Deutschland ergab die internationale Untersuchung, dass sich 45 Prozent der Patienten nicht mehr mit ihren Hörproblemen auseinandersetzen, nachdem sie ihren Hausarzt konsultiert haben. Erhielten die Befragten jedoch eine Überweisung zum Facharzt, entschieden sich drei von vier Hörgeschädigten später für ein Hörgerät.

„Heutzutage gibt es eine Vielzahl an modernen Behandlungsmöglichkeiten, vom konventionellen Hörgerät bis hin zu Innenohrimplantaten wie einem Cochlear Implant. Die Ergebnisse der Studie zeigen, wie groß der Einfluss der Hausärzte auf den Patienten ist. Um für jeden die richtige Therapie zu finden, ist es deshalb wichtig, dass Hausärzte, Fachärzte und HNO-Kliniken eng zusammenarbeiten“, betont Klinikdirektor Prof. Dr. Heinrich Iro.

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service

Riechprüfungen in der HNO-Klinik Erlangen

Das Erlanger Modell hat sich bewährt: Seit vielen Jahren werden an der HNO-Klinik mit dem in den 1990er-Jahren von Prof. Kobal entwickelten „Sniffin’ sticks“-Verfahren Riechstörungen analysiert und begutachtet. Bestehend aus einem Schwellen-, einem Diskriminations- und einem Identifikationstest liefert die Erlanger Riechprüfung verlässliche und seitens der Versicherer anerkannte Ergebnisse – Simulanten werden in der Regel schnell entlarvt. Hauptsächlich geht es um Gutachten für Patienten, die nach einem Unfall vermindert erwerbsfähig sind.

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service

Trachealkanülenmanagement in sieben Schritten

Ein Team aus Pflegekräften der Station 300 hat unter der Leitung von Katja Schmidt ein 7-stufiges Anleitungskonzept zur Schulung von stationären Patienten entwickelt, die ein Tracheostoma erhalten haben. Grundlage für das Konzept ist das Modell der Salutogenese. Ziel des neuen Schulungskonzepts ist ein möglichst hoher Grad an Selbstständigkeit der Patienten beim Umgang mit der eigenen Trachealkanüle sowie Transparenz in der interdisziplinären Kommunikation und der Überleitung.

Die Anleitung muss auf die körperlichen sowie kognitiven Voraussetzungen des einzelnen Patienten abgestimmt sein. In der Schulung werden alle Tätigkeiten vom Aufsetzen der sogenannten künstlichen Nase über das Absaugen bis hin zum selbstständigen Wechseln der Trachealkanüle eingeübt . Das Pflegepersonal beginnt mit der Anleitung des Patienten am ersten post-operativen Tag.

Die klare Einteilung in Stufen erleichtert die Dokumentation des Schulungserfolges und des Kompetenzgrades des Patienten. Außerdem sorgt sie für Transparenz über den stationären Aufenthalt hinaus. Davon profitiert das gesamte Behandlungs- und Versorgungsteam. Nicht jeder Patient kann während des Klinikaufenthaltes komplette Selbstständigkeit sowie Sicherheit im Trachealkanülenmanagement erreichen. Umso hilfreicher ist es, den genauen Kompetenzgrad der Patienten im Rahmen der Überleitung an die Nachversorgerin im häuslichen Bereich weiterzugeben.

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team

Auszeichnungen

Dr. med. Stephan Dürr

Facharzt Dr. med. Stephan Dürr wurde auf dem 1. Workshop zur experimentellen und klinischen Forschung in der Kopf-Hals-Onkologie in Leipzig mit dem 3. Vortragspreis ausgezeichnet. Das Thema seines Beitrags lautete „Basisuntersuchungen zur in vivo-Anwendung des Magnetischen Drug Targeting – Einfluss Chemotherapeutika-beladener Nanopartikel auf verschiedene Tumorzelllinien“. Dr. Dürr ist an der HNOKlinik in der Sektion für Experimentelle Onkologie und Nanomedizin, Else Kröner-Fresenius-Stiftungsprofessur tätig und wird vom „Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung Erlangen“ gefördert.

 
Prof. Dr. Christoph Alexiou

Für seine herausragende wissenschaftliche Leistung im Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde wurde Prof. Dr. Christoph Alexiou, Oberarzt an der HNO-Klinik und Leiter der Sektion für Experimentelle Onkologie und Nanomedizin, mit dem Anton von Tröltsch-Preis 2011 ausgezeichnet.

 

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team

Personalia

Neu in unserem Team begrüßen wir die Assistenzärzte (von links)
Dr. Julie de Tristan
Dr. Rupprecht Milojcic und
Dr. Felix von Scotti.

 

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termine

Jubiläumskurs mit internationalen Experten

Die HNO-Klinik begrüßte zahlreiche Experten zum Jubiläumskurs

Die HNO-Klinik begrüßte zahlreiche Experten zum Jubiläumskurs.

Nachdem der 10. International Erlangen Course in Facial Plastic Surgery im Mai 2010 der isländischen Aschewolke zum Opfer fiel, konnte die HNO-Klinik Erlangen vom 17. bis 20. Mai 2011 über 60 internationale Gäste zum Jubiläumskurs begrüßen. Unter Leitung von Klinikdirektor Prof. Dr. Heinrich Iro und Oberarzt PD Dr. Jochen Wurm haben Experten aus den USA, der Schweiz, Italien, Griechenland und Deutschland ihre Techniken und Erfahrung an die Teilnehmer weiter gegeben. Thematische Schwerpunkte waren unter anderem aktuelle Operationsverfahren in der Oto- und Septorhinoplastik sowie in der Face-Lift-Chirurgie. Dabei stand bei allen Themen der Praxisbezug im Vordergrund: In High-Definition-Übertragungsqualität konnten die Teilnehmer bei zahlreichen Vorträgen, Video-Präsentationen und Live-Operationen ihr Wissen rund um die plastische Gesichtschirurgie erweitern. Zusätzlich bot ein ganztägiger Präparationskurs unter individueller Anleitung die Möglichkeit, bewährte und neu erlernte Techniken in praktischen Übungen anzuwenden.

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termine

Allergologie Aufbaukurs

Am 30. September und am 1. Oktober 2011 lädt die HNO-Klinik Erlangen unter Federführung von Prof. Dr. Heinrich Iro und Dr. Hanspeter Kirsche zum Allergologie-Aufbaukurs, bei dem vor allem die interdisziplinären Aspekte der Allergologie im Vordergrund stehen. Neben Ärzten der HNO-Klinik Erlangen werden zahlreiche Referenten anderer Universitätskliniken aus ihren Fachgebieten berichten. Der Kurs entspricht den Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft Klinische Immunologie, Allergologie und Umweltmedizin der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie sowie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie.

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termine

Vorschau

16.09.2011

Einweihung der Sektion für Experimentelle Onkologie und Nanomedizin

12.10.2011

Audiometriekurs

22.10. – 23.10.2011

A- und B-Scan-Sonografie Grundkurs

09.11.2011

Audiometriekurs

25./26.11.2012

5. HNO Update in Mainz

04.02.2012

Hausfortbildung, Thema Riechstörungen

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impressum

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Hals-Nasen-Ohren-Klinik Erlangen
Kopf- und Halschirurgie
Waldstraße 1
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E-Mail: hno@hno.imed.uni-erlangen.de
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V.i.S.d.P.:
Prof. Dr. med. Heinrich Iro
Redaktion:
Dr. med. Christopher Bohr,
Birke | Partner Kommunikationsagentur
Konzept und Gestaltung:
Birke | Partner Kommunikationsagentur