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HNO-Klinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Heinrich Iro
HNO-Klinik, Forschungsstiftung Medizin, Medizinische Fakultät, Uni-Klinikum

Magnetpartikelforschung will Patienten ihre Stimme zurückgeben

Manfred-Roth-Stiftung und Forschungsstiftung Medizin spenden über 50.000 Euro für die Entwicklung von Stimmlippentransplantaten

Bisher gibt es keine Möglichkeit, verletzte Stimmlippen wiederherzustellen und damit den Verlust der menschlichen Stimme rückgängig zu machen. Aus diesem Grund arbeitet ein Forschungsteam um Prof. Dr. Christoph Alexiou, Leiter der Sektion für Experimentelle Onkologie und Nanomedizin (SEON) an der Hals-Nasen-Ohren-Klinik - Kopf- und Halschirurgie (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro) des Universitätsklinikums Erlangen, an einem innovativen Verfahren, das mithilfe von Magnetkraft Zellen zu neuen Gewebestrukturen - zum Beispiel zu Stimmlippen - zusammenfügt. Um dieses Projekt zu unterstützen, überreichten Vertreter der Manfred-Roth-Stiftung jetzt (06.12.2017) einen Spendenscheck über 33.500 Euro an Prof. Alexiou. Die Summe wird von der Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen auf insgesamt 50.250 Euro aufgestockt.
Prof. Dr. Christoph Alexiou (2. v. r.) freute sich sehr, eine so große Forschungsunterstützung zu erhalten. Zur Spendenübergabe gekommen waren (v. l.): Prof. Dr. Werner Daniel (Vorstandsvorsitzender der Forschungsstiftung Medizin), Christa Matschl (ehem. Mitglied/Bayerischer Landtag), Dr. Wilhelm Polster (Vorstand/Manfred-Roth-Stiftung) und Klaus J. Teichmann (Stiftungsrat/Manfred-Roth-Stiftung). Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Wer schon einmal im Zuge einer Erkältung oder Grippe seine Stimme kurzfristig verloren hat, der weiß, wie belastend es ist, sich nicht ausdrücken zu können. Menschen, die aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung dauerhafte Schäden an ihren Stimmlippen davongetragen haben, müssen dies täglich erleben. Bisher gibt es kaum medizinische Möglichkeiten, das verletzte Organ zu regenerieren. "Mit unserer Nanopartikelforschung wollen wir dieses Vakuum füllen", erklärt Prof. Alexiou. "Der Schlüssel zur Herstellung von Transplantaten sind Magnetpartikel, sogenannte superparamagnetische Eisenoxid-Nanopartikel. Mit ihnen bestücken wir körpereigene Gewebezellen, die wir anschließend mittels Magnetkraft steuern können. Die Idee ist - und wir haben schon Erfolg versprechende Ergebnisse liefern können -, die Zellen gezielt zueinanderzuführen, um sie ein größeres Gewebe formen zu lassen. Mit diesem Transplantat soll es uns gelingen, Stimmlippen wiederherzustellen."

Doppelte Unterstützung

Dr. Wilhelm Polster und Klaus J. Teichmann von der Manfred-Roth-Stiftung - benannt nach dem 2010 verstorbenen Fürther Unternehmer und Gründer von NORMA - haben nicht lange überlegen müssen, ob ihre Spende über 33.500 Euro bei Prof. Alexiou und seinem Forscherteam gut aufgehoben ist. "Wenn ein Mensch seine Stimme verliert, ist das etwas Grausames", sagte Dr. Polster bei der Scheckübergabe. "Wir freuen uns, dass es Projekte gibt, die so vielversprechend daran arbeiten, diesen Patienten zu helfen. Deshalb unterstützen wir diese Arbeit aus Überzeugung gern." Die Mediziner dürfen sich sogar über eine noch größere Förderung freuen, denn auch die Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Werner Daniel, kam mit ins Boot und stockte die Spendensumme auf insgesamt 50.250 Euro auf.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Christoph Alexiou
Telefon: 09131 85-33142
E-Mail: christoph.alexiouatuk-erlangen.de

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