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HNO-Klinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Heinrich Iro
HNO-Klinik, Uni-Klinikum, Forschungsstiftung Medizin

Forschung mit anziehender Wirkung

Manfred-Roth-Stiftung unterstützt SEON-Tumorforschung der HNO-Klinik mit 50.000 Euro

Die gemeinnützige Manfred-Roth-Stiftung, deren Namensgeber der im Jahr 2010 verstorbene Fürther Unternehmer und Gründer von NORMA ist, hat der Sektion für Experimentelle Onkologie und Nanomedizin (SEON) an der Hals-Nasen-Ohren-Klinik - Kopf- und Halschirurgie (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro) des Universitätsklinikums Erlangen gestern (09.08.2016) eine Spende über 50.000 Euro übergeben. Prof. Dr. Christoph Alexiou, Leiter von SEON, freut sich, dass das Geld ein Forschungsprojekt unterstützen wird, das sich mit der Entwicklung und Testung magnetischer Nanopartikel beschäftigt, um die Tumorbehandlung zu verbessern.
Von links: Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro, Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Klinik - Kopf- und Halschirurgie, Klaus J. Teichmann, Stiftungsrat der Manfred-Roth-Stiftung, Christa Matschl, ehemaliges Mitglied des Bayerischen Landtags, Prof. Dr. Werner G. Daniel, Vorstandsvorsitzender der Forschungsstiftung Medizin, Dr. Wilhelm Polster, Vorstand der Manfred-Roth-Stiftung, und Prof. Dr. Christoph Alexiou, Leiter von SEON. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Regelmäßig profitiert die Forschung des Uni-Klinikums Erlangen von den großzügigen Spenden der Manfred-Roth-Stiftung. So auch das SEON-Projekt von Prof. Alexiou: "Unser Ziel ist es, Nanopartikel zu entwickeln, die im Zusammenspiel mit Magnetfeldern den Wirkstofftransport von Arzneimitteln in erkrankte Körperregionen erheblich verbessern und Nebenwirkungen vermindern. Vorrangig konzentrieren wir unsere Arbeit auf die Therapieverbesserung für Tumorpatienten."

Gestern übergaben der Stiftungsvorstand Dr. Wilhelm Polster und der Stiftungsrat Klaus Teichmann der Manfred-Roth-Stiftung, den großzügigen Spendenscheck an den glücklichen Prof. Alexiou. "Ein Teil des Spendengeldes", erklärte dieser, "wird in ein Gerät investiert, mit dem Nanopartikel aufgrund ihrer magnetischen Eigenschaften erwärmt werden können, um die Wirkung der Chemotherapie zu unterstützen oder auf diesem Wege Wirkstoffe freizusetzen. Dadurch sollen die sehr guten Ergebnisse, die bisher mit dem Magnetischen Drug Targeting, abgekürzt MDT, erzielt wurden, optimiert werden. Das klar definierte Ziel unserer Forschungsarbeit ist es, eine neue, verbesserte und schonendere Behandlungsmethode für Tumoren in den klinischen Alltag zu bringen." Prof. Alexiou und Prof. Iro bedankten sich nicht nur bei der privaten Stiftung, sondern auch bei Prof. Dr. Werner G. Daniel, Vorsitzender der Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen, die sich für die Einwerbung von Spendengeldern und damit für die medizinische Forschung in allen Fachbereichen einsetzt.

Interdisziplinär aufgestellt

Für das Nanopartikel-Projekt kooperiert SEON mit Prof. Dr. Frank Dörje, Leiter der Apotheke des Uni-Klinikums Erlangen. In deren Räumen hat das Forscherteam eine Syntheseeinheit aufgebaut, um die magnetischen Nanopartikel nach pharmazeutischen Richtlinien herstellen zu können. "Diese schreiben auch bestimmte Messmethoden vor", sagt Prof. Alexiou. "Daher wird der zweite Spendenteil in die Anschaffung eines Messgeräts fließen. Mithilfe des Geldes können wir diesen Projektteil schneller bearbeiten, sodass auch die geplante Zulassung der Nanopartikel für Patienten beschleunigt werden kann."

Im SEON-Labor am Uni-Klinikum Erlangen arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Chemikern, Pharmazeuten, Nanotechnologen, Biologen und Ärzten an der Synthese sowie an der physikalischen, chemischen und biologischen Testung von Partikeln, die anschließend im präklinischen Tierversuch erprobt werden.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Christoph Alexiou
Telefon: 09131 85-33142
E-Mail: christoph.alexiouatuk-erlangen.de

 

 

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