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HNO-Klinik

Direktor:
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Heinrich Iro
HNO-Klinik, Uni-Klinikum

Erlangen soll Leuchtturm werden

Oberbürgermeister Florian Janik sagte Unterstützung des SEON-Labors für Tumorforschung zu

Die Chemotherapie bei Krebspatienten mithilfe magnetischer Nanopartikel effektiver und schonender machen - das ist das Ziel von Prof. Dr. Christoph Alexiou und seinem Team. Im Forschungslabor der Sektion für Experimentelle Onkologie und Nanomedizin (SEON) der Hals-Nasen-Ohren-Klinik - Kopf- und Halschirurgie (Direktor: Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro) des Universitätsklinikums Erlangen begrüßte dessen Leiter gestern (23.05.2017) Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik. Dieser befürwortete die Idee, die Hugenottenstadt als wissenschaftliches Zentrum der Nanomedizin in Bayern zu stärken und versprach, hilfreiche Kontakte herzustellen.
Vor der Angiografie-Anlage, die zeigen kann, wo sich der Tumor und die entsprechende Gefäßversorgung befinden (v. l.): Dr. Rainer Tietze, Dr. Marina Pöttler, Prof. Dr. Christoph Alexiou, Dr. Florian Janik und Dr. Christina Janko. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Rund 500.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Krebs. Die meisten von ihnen werden mit einer Chemotherapie behandelt, bei der die Tumoren mithilfe von starken Medikamenten an ihrem Wachstum gehindert werden. "Das Problem mit Chemotherapeutika ist, dass sie viele Nebenwirkungen mit sich bringen und nicht nur die Tumorzellen angreifen, sondern auch gesundes umliegendes Gewebe belasten", erklärte Prof. Alexiou, Leiter des SEON-Forschungslabors, beim Besuch des Oberbürgermeisters Florian Janik. "Hier setzt die Nanomedizin an, mit der wir uns beschäftigen. Wir nutzen Magnetpartikel als Transportmittel für die Krebsmedikamente und bringen sie mit einem Magneten an die Stelle, wo der Tumor sitzt. Erst dort entfalten die Pharmazeutika ihre Wirkung - gezielter und niedriger dosiert als in der normalen Behandlung."

Christoph Alexiou und sein 25-köpfiges, interdisziplinäres Team haben vor allem eine Vision: "Die Gründung eines Nanomedizinzentrums Bayern am Standort Erlangen kann der Schlüssel für die Krebstherapie der Zukunft sein und die Stadt zu einem medizinisch-wissenschaftlichen Leuchtturm auf diesem Gebiet machen", betonte der SEON-Leiter. "Aktuell verfolgt niemand diesen Forschungsansatz so wie wir hier am Uni-Klinikum Erlangen. Wir verfügen über außerordentliche Kompetenz, Erfahrung und fortschrittliche Technik. Für den nächsten Schritt - aus der Grundlagenforschung heraus und hinein in die Klinik - bedarf es aber noch an finanziellen Mitteln und einer noch deutlicheren Unterstützung aus der Politik." Diese Hilfe versprach Florian Janik. "Die Vision von der lokalen und effektiveren Chemotherapie durch magnetische Nanopartikel ist großartig", sagte er. "Zwar vergibt die Stadt selbst keine Forschungsgelder, aber wir können dazu beitragen, Vernetzungen zu Einrichtungen zu schaffen, denen dies möglich ist." Konkret versicherte der Oberbürgermeister, sich bei entsprechenden Stellen der Bayerischen Staatsregierung für eine Unterstützung einzusetzen.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Christoph Alexiou
Telefon: 09131 85-34769
E-Mail: christoph.alexiouatuk-erlangen.de

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